3 Beliebte Agavensorten für Mezcal

In Mexiko wird das Wort „Maguey“ verwendet, wenn man über die verschiedenen Agavensorten spricht. Das Wort Agave wird eher im Englischen und Deutschen sowie in anderen europäischen Sprachen benutzt. Den Namen „Agave“ bekam die Pflanze übrigens erst 1753.

agavensorten keyvisual

Tipp: Echte Agavenfans sollten auch ihre Wohnung oder den Balkon mit ihnen Schmücken. Es gibt zahlreiche Zieragaven für zu Hause*. Experementier-freudige können auch selbst Agavensamen sähen*

Der Name „Agave“ leitet sich von dem griechischen Wort „Agavos“ ab. In der griechischen Mythologie war Agave die schöne Tochter einem König. Das Wort Agave bedeutet etwas Wunderbares, Bewundernswertes oder Edles (Quelle). In diesem Beitrag wollen wir einen kurzen Blick auf 3 beliebte Agavensorten für Mezcal werfen.

Wie viele Agavensorten gibt es?

Es gibt insgesamt über 30 bekannte Agavensorten, die in Mezcal verwendet werden können. Der Großteil davon wird allerdings nur regional verwendet und erlangt daher auch nicht so große Bekanntheit. Einige Agavensorten sind leider sehr selten geworden und daher sind die produzierten Mengen teils sehr begrenzt. Ein nachhaltiges Handeln ist hier gefragt und erhält auch immer mehr Einzug in die Mezcal Herstellung.

Espadin: Die Bestseller-Agave

Die Agave Espadin (Angustifolia) ist die am häufigsten verwendete Agavensorte für Mezcal. Genauso wie die blaue Agave (Agave azul) den Tequila dominiert, dominiert die Espadin Agave den Mezcal. Sie braucht im Allgemeinen 8-12 Jahre bis zur Erntereife. Diese Agave kann in landwirtschaftlichen oder auch wilden Umgebungen angebaut werden. Espadin ist die am häufigsten domestizierte und am einfachsten kultivierbare Agave.

mezcal herstellung mezcalero

Bis vor kurzem war die Agave Espadin die einzige Agavensorte, die in der Landwirtschaft angebaut wurde. Bis heute ist die große Mehrheit aller in Mezcal verwendeten Agavensorten aus dem landwirtschaftlichen Anbau die Agave Espadin. Viele der anderen Agaven wachsen eher in wilden Umgebungen, aber der Anbau von Espadin ist vergleichbar mit der Art wie Agave Azul in Jalisco angebaut wird. Durch den wirtschaftlichen Anbau erklärt sich auch die lange Liste von vieler Mezcal Marken, die Espadin verwenden.

Empfehlung der Redaktion: Bruxo Espadin*

Mezcals aus der Espadin Agave

Hier findest du Beiträge über Mezcal aus Espadin:

Tepeztate: Die langsame Agave

Die Agave Tepeztate (auch als Tepextate bekannt) hat eine sehr ausgeprägte, unregelmäßige Blattstruktur. Sie bietet den schönsten Anblick am Ende ihres Lebens. Denn dann blüht sie in einem satten Gelb. Diese Blüten werden danach in Samen verwandelt. Die Tepeztate Agave braucht zwischen 18 und 25 Jahren, um in der freien Natur zu reifen.

Es sind große Anstrengungen der lokalen Bevölkerung erforderlich, um mit Nachhaltigkeit aus dieser besonderen Agavensorte Mezcal zu destillieren, damit diese Agave auch in Zukunft weiterhin erhalten bleibt. Aufgrund ihrer langen Reifezeit würde sie bei intensiver Nutzung komplett aussterben. Allen Widrigkeiten zum Trotz scheint sie am besten an den Seiten steiler Felsklippen zu gedeihen.

Empfehlung der Redaktion: Marca Negra Tepeztate*

Mezcals aus Tepaztete Agave:

Hier findest du einen Beitrag über einen Marca Negra Mezca, der aus der Tepaztete Agave destilliert wurde:

Tobala: Die Königsagave

Die wilde Agave Tobala (biologisch: Potatorum) wächst wild in großen Höhen. Sie ist relativ klein und liefert daher auch nur äußerst begrenzte Mengen an intensiv aromatischem Mezcal. Doch Mezcal aus der Tobalá hat ein sehr besonderes Aroma. Aufgrund ihrer kleinen Größe und der dafür langen Wachstumszeit (12-15 Jahre) wird auch die Agave Tobalá leider immer seltener in Mexiko. Nachhaltigkeit ist bei der lokalen Bevölkerung aber ein stimmer wichtiger werdendes Thema, um die vielfältigen Agavensorten für nachfolgende Generationen zu erhalten.

Tobala wird von vielen als die Königsagave angesehen und viele Marken haben sich ebenfalls um Nachhaltigkeit bemüht. Nur so kann sichergestellt werden, dass weiterhin aus Tobala Mezcal hergestellt werden kann. Die Tobala Agave weist eine weitere Besonderheit auf. Im Unterschied zu den meisten anderen Agaven produziert die Tobala keine „Hijuelos“. Dies sind kleine Sprossen, die um die Hauptpflanze herum aus dem Boden wachsen, sobald diese gereift ist. So vermehren sich die meisten Agavensorten, aber die Tobala kann nur aus Samen wachsen.

Empfehlung der Redaktion: GRACIAS A DIOS Tobalá*

Mezcals aus Tobala Agave:

Hier findest du Beiträge über Mezcal aus der Tobala Agave:

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