Paranubes Rum aus Mexiko

Ein Rum der zwischen und fĂŒr die Wolken produziert wird: Paranubes Rum. In diesem Beitrag erfĂ€hrst du alles ĂŒber diesen tollen mexikanischen Rum aus Oaxaca. Er stammt aus dem mexikanischen Hochland und wird in kleinen Chargen und in traditioneller Handarbeit hergestellt.

Herkunft des Paranubes Rum

Der Paranubes Rum stammt aus der NĂ€he eines mexikanischen Waldes, der so hoch liegt, dass er oft von Wolken umgeben ist – direkt an der Sierra Mazateca im Bundesstaat Oaxaca. Dort leben nur wenige Menschen – die meisten sind Nachfahren des Stammes „Mazateco“. Rund 40 Minuten östlich von Hautla de Jimenez, versteckt in den steilen, nebligen Flussschluchten unterhalb der Gemeinde Rio Tuerto, liegt die Brennerei von JosĂ© Luis Carreraden. Er ist der Produzent von Paranubes Rum*.

Paranubes bedeutet quasi „fĂŒr die Wolken“ – ein passender Name fĂŒr einen Rum der in luftiger Höhe hergestellt wird. Er wird aus frischem Zuckerrohrsaft destilliert. Dieser stammt aus eigenem, organischen Anbau. Der gesamte Anbau ist frei von Pestiziden und DĂŒngemitteln. Denn das Klima lĂ€sst das Zuckerrohr prĂ€chtig wachsen.

paranubes rum keyvisual

Die Familie von Jose Luis stellt seit mindestens drei Generationen Rum (auf Spanisch auch Aguardiente genannt) her. Sein Vater und Großvater haben ihm das Handwerk schon in sehr jungen Jahren beigebracht. Bereits eit 35 Jahren stellt er diesen duftenden Rum als eines von vielen Erzeugnissen zur Versorgung seiner Familie her. Neben verschiedem Obst und vier unterschiedlichen Kaffeesorten baut Jose Luis auf seinen 14 Hektar Land vier Zuckerrohrsorten an:

  • Caña Dulce
  • Caña Morada/Negra
  • Caña Dura
  • Caña Amarilla/Criolla

Sein Aguardiente wird ĂŒberwiegend aus Caña Criolla hergestellt. Er nutzt aber hĂ€ufig auch eine Mischung aus verschiedenen Zuckerrohrarten. Es wird jĂ€hrlich geerntet und produziert. Ein Hektar liefert genug Zuckerrohr, um jedes Jahr rund 2.500 Liter Paranubes Rum zu produzieren.

Die Produktion von Paranubes Rum

Wenn das Zuckerrohr erntereif ist, wird es auf dem Feld geschnitten und gereinigt. Meist wird es mit dem Esel zur Produktion gebracht. Dort wird es von einer mechanischen Presse zerkleinert und das Fruchtfleisch herausgefiltert, so dass nur 100% reiner Zuckerrohrsaft ĂŒbrig bleibt. Dieser Saft wird dann in einen von zwei 1.100-Liter-FermentationsbehĂ€ltern gefĂŒllt.

Eines der interessantesten Fakten an der Methode von JosĂ© Luis ist, dass er jeden Morgen nur die HĂ€lfte eines einzigen GĂ€rbottichs destilliert und am Nachmittag wieder auffĂŒllt. Die in dem BehĂ€lter verbliebene FlĂŒssigkeit gĂ€rt natĂŒrlich noch, wird  erneut aufgefĂŒllt. So hört die GĂ€rung in dem BehĂ€lter nicht auf. Er entleert sie alle vier Monate und erneut die BasisgĂ€rmasse. Es werden weder Wasser noch Hefe oder sonstige ZusĂ€tze hinzugegeben – ausschließlich Mezquite.

Paranubes Rum

Jose Luis kocht kocht fĂŒr jede Charge etwas Mesquite-Rinde in Wasser und schĂŒttet die Mischung in den GĂ€rbottich, wobei die freigesetzten Enzyme zur UnterstĂŒtzung der GĂ€rung nĂŒtzlich sind. Diese Mesquite-BĂ€ume sind oft bis zu 40 Jahre alt. Die Rinde wird nur zu Beginn des Fermentationsprozesses hinzugefĂŒgt und nie entfernt.

Nach einer 48-stĂŒndigen GĂ€rungszeit wird der fermentierte Zuckerrohrsaft dann in die KupferbehĂ€lter gefĂŒllt. Der Kessel der Destillierkolonne fasst 550 Liter. Das Feuer wird vollstĂ€ndig mit verbrauchten Zuckerrohrfasern befeuert. Das ist sehr nachhaltig! Es gibt keine TemperaturmessgerĂ€te, sondern diese wird von Hand ĂŒberprĂŒft. Das Destillat durchlĂ€uft eine Reihe von sechs Kupferplatten, die sechs Mal kondensieren.

Tipp: Weitere tolle Traditionsmarken fĂŒr Agavenliebhaber sind der G4 Tequila oder Patron.

Der so entstandene Rum hat etwas 86% Alkoholgehalt. Der Prozess wird wiederholt bis der Alkoholgehalt auf etwa 19% fĂ€llt. Jose Luis fĂŒgt seinem Destillat niemals Wasser hinzu, um den Alkoholgehalt zu senken, sondern zieht es vor, Rummit höherem und niedrigerem Proof zu mischen.

Die verschiedenen Gemeinden in der Gegend trinken ihren Rum bzw. Aguardiente in unterschiedlichen StÀrken. Im nahe gelegenen Santa Cruz zum Beispiel trinken man ihn gerne um die 41 %. In San Jerónimo hingegen werden auch Aguardientes mit bis zu 60% getrunken. Der Paranubes-Rum wird auf 54% destilliert.

Jose Luis achtet darauf, nicht zu schnell zu destillieren, um einen ausgewogenen, weichen Geschmack zu erzielen. Er destilliert in seiner kleinen Brennerei nur 35 Litern alle zwei Stunden. TÀglich können bis zu 85 Liter Aguardiente hergestellt werden. Kleine Badges in Handarbeit aus dem mexikanischen Hochland.

Tipp: FĂŒr etwas weniger starke KaltgetrĂ€nke empfehlen wir dir einen Blick auf mexikanische Biermarken.

 

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